Historie

Der SV Nesselried ist der größte Verein in Nesselried. Ca.590 Mitglieder sind im Sportverein organisiert. Bis 1989 war der SVN ein reiner Fußballverein. Doch seit dem Bau der Rebstockhalle in Nesselried, haben etliche Breitensportorientierte Gruppen gebildet. Es wird in der Rebstockhalle Kinderturnen, Gymnastik, Volleyball und Aerobic geboten.

 

Seit 1958 wird in Nesselried organisiert Fußball gespielt. Der SVN verfügt über zwei Fußballplätze, zwei Mannschaften nehmen am Spielbetrieb der Seniorenmannschaften teil. Momentan spielt die 1. Mannschaft in der Kreisliga A. Daneben besteht eine Alt-Herren-Abteilung, die sich wöchentlich zum Training trifft und darüber hinaus auch viel im geselligen Bereich veranstaltet.

 

Höhen und Tiefen zeichneten den Weg des SV Nesselried in sportlicher Hinsicht über die 55 Jahre hinweg. Ganz schwer waren die Gründerjahre, was den sportlichen Erfolg anging. Kaum ein Spieler hatte vor der Vereinsgründung schon bei anderen Vereinen Erfahrung sammeln können. Somit waren die ersten Jahre Lehrjahre, in den oft Lehrgeld gezahlt werden mußte. So überwogen die Niederlagen bei weitem. Siege waren Raritäten, wurden aber um so mehr gefeiert.

Ab der Saison 1966/67 änderte sich das Bild. Unter Trainer August Brenneisen ergaben sich die ersten Erfolge. Am Ende der Saison stand der SVN punktgleich mit dem SV Bad Peterstal an der Tabellenspitze und ein Entscheidungsspiel mußte über Meisterschaft und Aufstieg entscheiden. Vor 1000 Zuschauern, bis heute immer noch Vereinszuschauerrekord, gewann der SVN mit 4:2 Toren. Zwei Jahre konnte sich der SVN in der damaligen B-Klasse halten, dann ging es wieder in das Bezirksunterhaus.

Es folgten magere Jahre. Erst Ende der 70er Jahre trug die Jugendarbeit des SVN wieder Früchte. Nachdem der SVN schon in der Saison 1980/81 eine Zeit lang an der Tabellenspitze stand, gelang in der Spielzeit 1981/82 der große Wurf. Überlegen wurde man unter der Leitung von Spielertrainer Klaus Böhly vor der DJK Tiergarten-Haslach Meister. Es folgten acht Jahre Kreisliga A. Ein vierter und ein sechster Platz waren dabei die besten Resultate. In der Saison 1989/90 fehlte ein einziger Punkt zum rettenden Ufer. Als Viertletzter mußte der SVN wieder in die Kreisliga B.

Danach folgte ein Umbruch in der Mannschaft. Etliche junge Spieler aus der erfolgreichen Jugendmannschaft des Jahrganges 1972/73, die Wolfgang Wegel über zehn Jahre betreut hatte, wurden in die erste Mannschaft eingebaut.

Doch die Talente brauchten eine gewisse Anlaufzeit. In der Saison 1994/95 ging es wieder nach oben. Ungeschlagen wurde der SVN mit Trainer Jürgen Sauer Meister vor Önsbach und Wagshurst und stieg erneut auf. Die darauffolgende Spielzeit war von etlichen verletzungsbedingten Ausfällen geprägt, so daß dem SVN am Ende der Saison wiederum ein Punkt zum Klassenerhalt fehlte.

Viele Pessimisten dachten jetzt, dass der SVN erneut für einige Jahre in der Kreisliga B verschwinden würde, zumal einige Leistungsträger den Verein verließen. Doch schon in der Saison 1996/97 spielte der SVN wieder ganz oben mit. Am Ende stand der undankbare dritte Tabellenplatz zu Buche. Mit Jupp Canarius wurde vor der letzten Saison ein neuer Trainer verpflichtet, der es verstand nach einem klassischen Fehlstart, die Mannschaft so zu motivieren, daß man sich vom letzten Platz am dritten Spieltag bis zur Tabellenspitze, die erst am letzten Spieltag erklommen wurde, emporspielte. Der vierte Aufstieg des SVN war perfekt.  

Die sportliche Aufwärtstendenz des SVN läßt sich auch daran erkennen, daß die zweite Mannschaft 1994 und 1996 Meister der Reservestaffel wurde. 1997 erfolgte dann wieder der Aufstieg in die Kreisliga A, wo wir bis 2005 spielten. Dann kam leider wieder der Abstieg in die Kreisliga B.

Im Sommer 2011 wurde der Aufstieg in die Kreisliga A Nord wieder geschafft. Die 1. und die 2. Mannschaft wurden jeweils in ihren Staffeln Meister. 

Man konnte sich in der Kreisliga A sofort etablieren und verpasste den direkten Durchmarsch mit dem dritten Tabellenplatz denkbar knapp. Nach dem vierten Platz im folgenden Jahr, fand man sich in den darauf folgenden Jahren im Tabellenmittelfeld wieder. In dieser Zeit mussten einige Namhafte Abgänge kompensiert werden. In der Saison 14/15 konnte der Abstieg unter Interiemstrainer Heiko Lienert durch eine furiose Rückrunden am vorletzenletzen Spieltag durch ein 4:1 gegen Bad Peterstal noch abgewendet werden. Die Saison 15/16 konnte überraschend auf dem neunten Tabellenplatz abgeschlossen werden. In der Saison 16/17 sollte es für de SV Nesselried nichtmehr zum Klassenerhalt reichen. Man musste als Tabellenletzer den Abstieg in de Kreisliga B hinnehmen.